Begleite mich auf meinen Weg auf dem Kampf gegen die Kilos

Meine Diätkarriere ....

 

Classical ...... 

 

Als Kind noch normalgewichtig begann ich ab der Pupertät langsam zuzunehmen. Mehr und Mehr. 

Nach meiner 1. Schwangerschaft hatte ich 30 Kilo mehr auf den Hüften, welche sich dort hartnäckig hielten.
Nachdem dann Kind Nr. 3 auf der Welt war, pendelte sich mein Gewicht auf 130 kg bei einer Größe von 1,65 cm ein.

 

Ich versuchte sehr viele Diäten, aber alle ohne lang anhaltenden Erfolg. 

Im Gegenteil, einige Zeit später hatte ich mehr auf den Hüften als vorher ...

 

Was ich auch versuchte - und ich war wirklich ehrlich dabei - nichts brachte den Erfolg, welchen ich mir so sehnlichst herbeisehnte. Nichts. 

 

Jahrelang war ich im Dauer-Diät-Modus. 

Jahrelang entweder am hungern oder aber am frusten, weil es wieder nicht geklappt hat ..... 

Dadurch bedingte dauerhaft schlechte Laune inkludiert.....

 

Ich zog mich mehr und mehr zurück, ging nicht mehr unter die Leute.

Viel zu oft musste ich mir gehässige / gemeine / verletzende Sprüche anhören.

 

Wildfremde Menschen beleidigten mich auf der Strasse, weil ich optisch nicht der Norm entsprach ...

Das ist ein Armtszeugnis für die Gesellschaft, aber in Zeiten, wo Hungerhakenmodels im Fernsehen gecastet werden und die Maße 90-60-100 schon zu dick sind und sie daher fliegen, wundert mich das eigentlich nicht mehr.

 

Die Hoffnung, dass hier ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfindet, habe ich längst aufgegeben. .....  

 

Aber: Es ist wie es ist und aus dem Grund zog ich mich mehr und mehr aus meinem sozialen Umfeld zurück ....

 

Und fühlte mich zunehmend einsam. Es fehlte mir, auszugehen, es fehlte mir, mit Freunden ins Café zu gehen, es fehlte mir, einen Tag am Badesee zu verbringen, es fehlte mir, mit den Kindern auf dem Spielplatz zu toben, es fehlte mir, einfach mal shoppen zu gehen, es fehlte mir, nicht mehr Fahrradfahren zu können,  es fehlte mir, nicht mehr reiten zu könne, es fehlte mir so viel.... mir fehlte mein Leben.

Das, was ich mein Leben nannte, fand in einem kleinen Kreis statt. Familie. Spielplatz mit den Kindern. Das wars.
Zum Schluss hatte ich keine Freunde mehr.
Sie haben irgendwann aufgehört, mich zu fragen, ob ich mitkomme, wohin auch immer - denn ich habe immer abgesagt. Immer. Selbst zu den Spielplatznachmittagen ging ich nicht mehr zusammen mit ihnen, sondern alleine. Zu groß meine Scham wegen meines Aussehens.
Meine Ehe...? Sie zerbrach darüber.

Und ich war nur noch unglücklich.

Dabei hatte ich doch Verantwortung für mich, mein Leben - und für meine Kinder!!

 

Die Waage zeigte .... 135 Kilo ...... 135 Kilo .......
Ich sah mich ausser Stande, ohne Hilfe wieder zu einem halbwegs gesundem Gewicht zu kommen ....

 

 

Daher beschloss ich, mich bei einem Adipositaszentrum vorzustellen. 

Im Herbst 2015 hatte ich dort meinen 1. Termin .....