Begleite mich auf meinen Weg auf dem Kampf gegen die Kilos

Meine OP ist geschafft.

 

Am OP - Tag kam ich morgens in die Klinik. 

 

Ich bekam mein Bett und musste meine Kleidung gegen Thrombosestrümpfe und OP Kittel eintauschen. 

 

Danach kam eine Schwester, gab mir einen "Scheiss Egal Drink" und dann ging es in den OP. 

 

Dort wurde mir als erstes die Schmerzpumpe gelegt, ein kleiner Schlauch in den Rücken, welcher mir nach der OP die ersten Tage die Schmerzen nehmen soll. 

Hierfür wurde mein Rücken an der Stelle erst leicht betäubt, dann wurde der Schlauch gelegt. 

Das war sehr unangenehm, aber auszuhalten. 

 

Ich musste mich dann hinlegen, bekam EKG, einen Zugang und Co und dann gab es auch schon das Narkosemittel und ich schlief ein ..... 

 

ca 4 Stunden später wachte ich wieder auf.  Schmerzfrei, aber mir war sehr übel. 

 

Ich lag auf der Intensivstation, hatte mehrere Zugänge, EKG, .... überall Kabel und Schläuche. Ich war so müde, konnte mich kaum bewegen. ..... 

In der Nacht musste ich leider mehrfach erbrechen, altes Blut, welches durch die Nasensonde nicht ablief. Das war sehr unangenehm. 

Ausserdem bekam ich etwas Fieber und hatte die ganze Zeit seit der OP Probleme mit der Atmung. 

Auf der Intensivstation ist es immer laut, wuselig. Dauernd piepen irgendwelche Alarme, das Licht ist an, ich duselte immer nur kurz weg. 

Alle paar Stunden wurde Blut abgenommen. 

Die Werte wurden zum Glück besser. 

Am nächsten Morgen musste ich mich auf die Bettkante setzten. 

Was so leicht klingt, war schwer. Mir war schwummerig und zwei Leute hielten mich fest. 

Nicht einmal meine Haare konnte ich selber bürsten und eine Schwester übernahm das , ebenso wie das waschen. 

So hilflos zu sein fand ich schlimm. 

Mich kaum bewegen zu können wegen der Schläuche, Kabel und Drainagen fand ich auch nicht toll ..... 

Aber ich wusste ja, wofür ich das mache. 

 

 

 

Einen Tag nach der OP musste ich zum Schluckröntgen. 

 

Hierfür kraxelte ich auf die Liege und diese wurde fast senkrecht gestellt, so dass ich fast stand. 

Dann kam das Kontrastmittel. 

Es schmeckte furchtbar nach Anis, direkt nach der Untersuchung musste ich alles wieder ausbrechen ..... 

Aber: Es war alles ok. 

 

 

Ich kam nachmittags auf die normale Station, immer noch verkabelt. 

 Trinken durfte ich nicht, dafür bekam ich literweise Infusionen, manchmal mehrere gleichzeitig. Medikamente, Elektrolyte, Flüssigkeit.

Ich stand auf, sollte laufen. 

Mit meinem neuen besten Freund, dem Infusionsständer, tingelte ich den Statiosflur auf- und ab

 

 

An Tag 3 nach der OP fing ich dann an zu trinken. Wasser und Tee. 

1 Liter musste ich über den tag verteilt schaffen, und das fiel mir nicht leicht. Immer kleine Schlucke, immer und immer wieder. Sobald der Schluck größer wurde, bekam ich Bauchkrämpfe. 

Die Schmerzpumpe leistete sonst gute Dienste, ich hatte keine Schmerzen im Bauchraum! 

 

An dem Tag war ich das erste mal draussen im Park. 

Aber der Infuionsständer lief auf dem geplasterten nicht gut,.... 

 

 

 

An Tag 4 nach der OP wurde die Trinkmenge gesteigert. 2 Liter! 

Wenn meine Bettnachbarin ihr lecker riechendes Essen bekam, bekam ich Tee und Wasser. 

 

Aber ich schaffte meine 2 Liter und so wurde es belohnt, dass ich an Tag 5 zum Frühstück meine erste Suppe bekam. Es war Eiweiß mit Plastikgeschmack und warm gemacht. Bäh..... 

Mittags gab es eine leckere Brokkolisuppe und Kirschjoghurt. 

Abends wieder diese Eiweißsuppe, braun, nach Plastik schmeckend, und dieses mal eiskalt. 

 Meine 2 Liter musste ich trotzdem schaffen. 

Problem: 1/2 Stunde vor- und nach jeder Mahlzeit darf man nicht trinken. 

Aufgrund der Mahlzeiten fehlten mir am Tag also 3 Stunden, um auf meine Trinkmenge zu kommen. Das war schwer. Aber ich habe es geschafft.  Die Infusionen kamen ab, die Schmerzpumpe wurde gezogen. 

An Tag 6 durfte ich nach Hause. Fast ohne Schmerzen, aber sehr wackelig auf den Beinen. 

Aufgabe: 

Jeden Tag 120 Gramm Eiweiß 

+ 2 Liter Wasser oder Tee trinken. 

 

In den kommenden 2 Wochen gibt es nur Suppe, danach 2 Wochen Breiphase. 

 

Ich bin froh, es geschafft zu haben!